Die Multinationale Übung EUNOMIA 7-26 endete am 22. Oktober 2026 mit umfangreichen See- und Luftoperationen, an der Griechenland, die Republik Zypern (Südzypern), Frankreich und Italien teilnahmen. Die Übung konzentrierte sich auf maritime Sicherung, Such- und Rettungsoperationen (SAREX), U-Boot-Abwehr, Luftverteidigung sowie auf Boarding- und Aufklärungsmaßnahmen. Auf einem italienischen Fregattendeck fand ein Tag für geladene Gäste statt, bei dem operative Demonstrationen und Führungen den Teilnehmenden das Zusammenspiel von Schiff- und Luftstreitkräften praktisch erklärten.
Operative Szenarien und konkrete Übungselemente
Die Planer führen ein breites Spektrum realistischer Szenarien durch, um interoperable Fähigkeiten zu prüfen und weiterzuentwickeln. Kernaktivitäten umfassen:
Maritime Control und Seezugangsverhinderung: Gezielte Manöver zur Etablierung von Sperrzonen, Einsatz von Überwachungsflugzeugen zur Erkennung und Identifikation von Zielträgern sowie Koordination von Begleitformationen. Beispiel: eine nächtliche Sperraktion, bei der zwei Fregatten und ein Patrouillenboot koordinierte Radar- und AIS-Daten nutzten, um ein simuliertes Schmugglerschiff zu isolieren.
VBSS (Visits, Boardings and Seizures): Boarding‑Teams übten standardisierte Funkprozeduren, Sicherungs- und Beweissicherungsmaßnahmen sowie die rechtssichere Behandlung von festgesetzten Personen. Schritt-für-Schritt-Ablauf: Annäherung mit RHIB, Übernahme der Seekommandos, dynamische Sicherung der Brücke, Durchsuchung von Lade- und Maschinenräumen, Dokumentation und Übergabe an Rechtsstellen.
GUNEX und SURFEX: Zielschießen auf Seeziele mit detaillierter Feuerleitkoordination. Beispielsweise wurde eine kombinierte Salve aus einer Fregattenkanone und einem Flugkörperabwehrsystem zur Unterdrückung eines simulierten Oberflächenfeuerwechsels synchronisiert.
CASEX (Combined Anti‑Submarine Exercise) Dabei wurden Sonarketten aufgebaut, um Geräuschprofile zu triangulieren und Torpedosimulationen abzuwehren.
ADEX (Air Defense Exercise): Luftüberwachung, Identification unbekannter Flugkörper, Einsatz von AWACS-Typen oder bodengestützten Radarknoten und koordinierte Luftabwehrkette. Ein Übungsabschnitt trainierte das Erkennen von Low-RCS-Zielen unter ECM-Bedingungen.
Teilnehmer, Leitung und logistische Umsetzung
Griechenland stellte Personal aus Marine, Luftwaffe und spezialisierten Einheiten zur Verfügung; Italien führte mit der Fregatte RIZZO als Flaggenführung eins der maritimen Demonstrationsschiffe. Frankreich und die Republik Zypern ergänzen die Verbünde mit Aufklärungs- und Unterstützungsfähigkeiten. Die organisatorische Leitung verteilte Aufgaben in operativen Zellen: Planungszelle (OPLAN-Koordination), Lagezentrum (C2), Luftkoordination (Airspace Management) und Logistik (Versorgung, Treibstoff, Munition). Die Logistikkette verfolgte kurze Umschlagzeiten zwischen See- und Hafenereignissen, um die Trainingshäufigkeit pro Schiffsbesatzung hoch zu halten.
Nachgewiesene Lernziele und messbare Ergebnisse
Messgrößen umfassten Reaktionszeiten, Identifikationsrate unbekannter Kontakte, Boarding-Effizienz und Friktionsraten bei Datenweitergabe zwischen Plattformen. Konkrete Ergebnisse:
Reaktionszeit auf identifizierte Seeziele: Durchschnittlich 18 Minuten vom Erstkontakt bis zur Abschätzung der Bedrohung; Im Vergleich zu manuellen Übungen eine Verbesserung um rund 25 %.
Interoperabilität bei Luft-See-Führung: Verbesserte Datenfusion zwischen Schiffssystemen und Überwachungsflugzeugen; Latente Kompatibilitätsprobleme bei älteren Datennetzen könnten durch Zwischenprotokolle überbrückt werden.
VBSS-Training: Schnellere Boarding-Durchläufe bei gleichbleibender Sicherheitsrate, gemessen an standardisierten Checklisten und minimalen Personenschäden (Null-Vorfälle intern registriert).
Strategischer Kontext: Zeitliche Überschneidung mit libyscher Rechtsentscheidung
Die Übung fällt zeitlich mit der Zustimmung der libyschen Repräsentantenkammer (20. Oktober) zur begrenzten See-Zuständigkeitsvereinbarung zwischen der Türkei und Libyen zusammen. Offizielle Stellen der Übungsteilnehmer konkretisierten, dass die Planungsphase von EUNOMIA 7-26 bereits im Frühjahr 2026 begonnen hatte und die Übung nicht als Reaktion auf den Beschluss beschlossen sei. Journalistische Recherchen zeigten, dass Übungspläne und Einsatzkalender vor dem libyschen Votum finalisiert wurden.
Reaktionen der beteiligten Staaten und Institutionen äußerten sich klar: Griechenland wies die Vereinbarung als nicht mit internationalem Seerecht vereinbar zurück und signalisierte Schutzmaßnahmen zur Wahrung seiner Rechte. Die EU-Spitzen veröffentlichen eine gemeinsame Erklärung, die rechtlichen Kendiken und mögliche Auswirkungen auf Nachbarstaaten hob.
Warum diese Übung für regionale Stabilität relevant ist
Solche Übungen erhöhen kurzfristig die Präsenz und die Reaktionsfähigkeit multinationaler Kräfte; Längerfristig liefern sie belastbare Daten zu Verfahren, die Staaten für friedenssichernde Einsätze standardisieren können. Praktische Relevanzpunkte:
Risikoabschätzung: Getestete Sperr- und Schutzmaßnahmen reduzieren das Risiko unbeabsichtigter Eskalationen bei Nahbegegnungen, weil Regeln für Annäherung, Identifikation und Eskalationsvermeidung geübt werden.
Ressourcenkoordination: Gemeinsame Versorgungs- und Treibstoffketten senken die logistische Belastung einzelner Teilnehmer und erhöhen die operative Ausdauer bei längeren Einsätzen.
Rechtliche und diplomatische Schnittstellen: Übungen sensibilisieren Kommandeure für die juristische Behandlung beschlagnahmter Güter und Personen, wodurch rechtskonforme Entscheidungen in realen Einsätzen gefördert werden.
Lehren, Verbesserungsbereiche und
while you.
2) Erweiterte VBSS-Sicherheitsausbildung: Empfehlung: Mehr Szenariendurchläufe unter erschwerten Bedingungen (Nacht, rauer Seegang) und Integration medizinischer Notfallprotokolle.
3) U-Boot-Detektion unter Lärmbedingungen: Empfehlung: Erprobung hybrider Sensorfusion (aktivierter Sonar-Impuls ergänzt durch AIS-Anomalieanalyse und satellitengestützte thermische Bilddaten).
4) Kommunikationsresilienz: Empfehlung: Implementierung redundanter, verschlüsselter Kommunikationspfade und regelmäßige Cross-Netz-Übungen, um Kompatibilitätsprobleme älterer Systeme zu kompensieren.
Fazit: Operative Klarheit und regionale Signale
EUNOMIA 7-26 demonstrierte, wie gezelte, multinationale Übungen die operative Kohärenz bei kombinierten See- und Luftoperationen erhöht. Die Übung liefert messbare Leistungsverbesserungen und konkrete Handlungsfelder für künftige Iterationen. EUNOMIA 7-26 Marineübung: Griechenland, Zypern, Frankreich und Italien trainieren gemeinsame Operationen im östlichen Mittelmeer.

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