
Siemens Mobility hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn (DB) mit der Entwicklung des elektrischen Zuges Mireo für den automatisierten Betrieb einen wichtigen Schritt im Eisenbahnsektor getan. Diese Innovation zielt auf den autonomen Betrieb des Zuges durch die Implementierung von ETCS (European Train Control System), ATO (Automatic Train Operation) und fortschrittlichen Sensoren zur Hinderniserkennung ab. Das im Jahr 2023 gestartete Projekt konzentriert sich auf die Digitalisierung des Schienennetzes in Deutschland und zielt darauf ab, nicht nur die Effizienz, sondern auch die Sicherheit zu maximieren.
Verwirklichung des autonomen GoA4-Niveaus
Das Projekt Autonomer Zug, das von der Deutschen Bahn und Siemens gemeinsam umgesetzt wird, hat zum Ziel, alle Vorbereitungs- und Fahrprozesse des Zuges vom Depot bis zu den Kundenbahnsteigen zu automatisieren. Die implementierte Lösung ermöglicht die höchste Automatisierungsstufe GoA4 (Grade of Automation 4), die es dem Zug ermöglicht, ohne menschliches Eingreifen selbstständig unter der Kontrolle von On-Board-Systemen zu fahren.
Das GoA4-System integriert den Einsatz von intelligenten Kameras und LiDAR-Sensoren (Light Detection and Ranging), die für das autonome Fahren entscheidend sind, neben Standard-ETCS- und ATO-Systemen. Die Kombination dieser Technologien ermöglicht es dem Zug, seine Umgebung kontinuierlich zu erfassen und sofort auf unerwartete Hindernisse zu reagieren.
Tests und Zukunftsvisionen
Um die Zuverlässigkeit des entwickelten autonomen Systems zu beweisen, wurden zunächst Tests im Testzentrum in Wegberg-Widenrath durchgeführt. Im Anschluss an diese Phase werden die Tests auf realen Betriebsstrecken fortgesetzt, um die Zuverlässigkeit des Systems unter realen betrieblichen Anforderungen zu demonstrieren.
Deutsche Ingenieure sind der Meinung, dass fahrerlose Züge die Betriebskosten in Zukunft erheblich senken könnten. Neben dem Kostensenkungspotenzial wird die fahrerlose Zugtechnologie den Weg für mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit im Verkehr ebnen. Die Ergebnisse des Projekts werden in einer ausführlichen Präsentation auf der InnoTrans im Jahr 2026 vorgestellt, um die deutschen Errungenschaften im Bereich der autonomen Zugtechnologie zu verdeutlichen. Eine weitere Zugplattform, die an den Tests teilnahm, war das von Bombardier Transport hergestellte Modell BR 430.
Experten sind der Meinung, dass all diese Innovationen die starke Position von Siemens Mobility auf dem Gebiet der Digitalisierung und Automatisierung im Bahnsektor stärken.
