In der Nacht vom 5. auf den 6. November hat das russische Militär intensive Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur in den Regionen Charkiw, Tschernihiw und Dnipropetrowsk in der Ost- und Nordukraine durchgeführt. Die ukrainischen Behörden erklärten, dass die Angriffe darauf abzielten, wichtige Versorgungs- und Transportlinien des Landes lahmzulegen.
Angriffe zielten auf Frontlinienverbindungen
Oleksiy Kuleba, stellvertretender Ministerpräsident für den Wiederaufbau der Ukraine, erklärte in den sozialen Medien, dass die russischen Besatzungstruppen versuchen, die Verbindung mit dem Osten der Ukraine zu kappen, wobei sie sich vor allem auf die Region Charkiw konzentrieren.
Die regionalen Auswirkungen der Angriffe wurden wie folgt aufgelistet:
- Charkiw: Die Angriffe waren am stärksten konzentriert. Ziel war es, die Eisenbahnverbindung des Landes mit dem Osten zu kappen.
- Tschernihiw: Betroffen waren Strecken für den Transport in den Norden der Ukraine.
- Dnipropetrowsk: Die Energieinfrastruktur der Bahn und ein Bahnhof wurden angegriffen.
Zugverkehr wird mit alternativen Strecken fortgesetzt
Ministerin Kuleba berichtete, dass der Zugverkehr trotz des von Russland verfolgten Ziels, den Verkehr lahm zu legen, nicht eingestellt wurde. Die Züge auf den beschädigten Strecken wurden rasch auf alternative Strecken umgeleitet. In der Region Dnipropetrowsk wurden trotz des Angriffs auf die Energieinfrastruktur Ersatzlokomotiven aktiviert und der Verkehr fortgesetzt.
Die Angriffe führten jedoch zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr. Die Verspätungen auf den Strecken nach Donezk und Saporischschja betrugen bis zu fünf Stunden. Auf der Strecke Dnipro-Kijiw kam es durch den Einsatz einer Hilfslokomotive zu einer Verspätung von etwa einer Stunde.
Kuleba betonte, dass die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen der Anschläge in der Nacht fortgesetzt wurden und dass die Regierung weiterhin “eine der wichtigsten Infrastrukturadern des Landes, die Eisenbahn” schützen, die Versorgungskette aufrechterhalten und die Bevölkerung unterstützen werde.
