
Der Fortschritt beim Montrealer Metrorconnected-Projekt mit dem mächtigen “Lisette”-Bohrmaschine
Montreal erlebt einen Durchbruch im öffentlichen Nahverkehr mit dem fortschrittlichsten Bauprojekt seiner Art: der Erweiterung der blauen Metrolinie. Im Zentrum dieser Innovation steht die riesige, 135 Meter lange „Lisette“-Baumaschine, die kontinuierlich den Untergrund durchdringt, um fünf neue Stationen in der östlichen Stadt zu verbinden. Diese Maschine, entwickelt von Herrenknecht, macht die Bauindustrie reaktionsfähig und effizient – und setzt einen Meilenstein für städtische Infrastrukturprojekte weltweit.
Spitzenleistung der „Lisette“: Eine Meisterleistung
Seit Beginn der Arbeiten im Mai hat die „Lisette“-Tunnelfräse in Demonstration ihrer beeindruckenden technischen Fähigkeiten bereits über 70 % ihrer Arbeit erledigt. Mit einem Gewicht von über 2.000 Tonnen und einer Durchmesseröffnung von 9,7 Metern arbeitet sie unermüdlich durch die harten Kalisalz- und Kalksteinböden Montreals. Dank ihrer hochentwickelten Elektrifizierung, die 25 kV Leistung liefert, schafft sie täglich bis zu 15 Meter Fortschritt, was im Vergleich zu traditionellen Methoden eine dreimal schnellere Geschwindigkeit bedeutet.
Die Kunst des gleichzeitigen Bohrens und Betonierens
Modernste Technik ermöglicht es, den Stollenbau und die Installation der Betonkappe gleichzeitig durchzuführen. Während die Maschine den Tunnel vorantreibt, werden vorgefertigte Betonringe alle 2 Meter in Position gebracht und durch hydraulische Systeme fixiert. Dieser nahtlose Ablauf sorgt für hochwertige, langlebige Tunnel – eine Ironie angesichts des Umfangs, der typisch für damalige, zeitaufwändige Verfahren war.
Massive Volumen: Über 300.000 Kubikmeter Gestein
Während der Baustelle entstehen pro Tag enorm große Mengen an Material, die rasch entsorgt oder umgenutzt werden. Insgesamt werden etwa 300.000 Kubikmeter Gestein verwendet. Die meisten dieser Materialmengen fließen in lokale Baustoffverbände, wobei sie wiederverwertbar sind – ein nachhaltiger Ansatz im Zuge urbaner Expansion. Diese Daten unterstreichen die Komplexität und den Umfang des Projekts.
Neue Stationen: Mehr Komfort und Flexibilität für Pendler
- Vertières
- Mary-Two-Axe-Earley
- Cesira-Parisotto
- Madeleine-Parent
- Anjou
Diese Stationen entstehen in kürzester Zeit, innovative Baumethoden und Design den Bauprozess erheblich beschleunigen. Sie sollen nicht nur den Verkehrsfluss verbessern, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner steigern, indem sie höhere Frequenz, bessere Umsteigemöglichkeiten und modernste Fahrgastinformationssysteme bereitstellen.
Umweltfreundliches Design für nachhaltigen Stadtverkehr
Die neue City-Linie ist auf maximale Energieeffizienz ausgelegt. Mit einer Tiefe zwischen 17 und 40 Metern schützt sie die Bewohner vor Lärm und Erschütterungen. Der Sehwinkel des Gleises ist so konzipiert, dass plötzliches Bremsen und Starten Energie spart – eine bedeutende Innovation im Urban-Mobility-Bereich. Zusätzlich absorbieren die Tunnelwände Staub und Schadstoffe, was die Luftqualität in der Stadt verbessert.
Zeithorizont und Meilensteine: Die Zukunft des Montrealer Nahverkehrs
Projektleiter sagen voraus, dass bis Anfang 2028 die „Lisette“ die Letzte Station in der Nähe von Anjou error. Nach Abschluss der Bohrarbeiten beginnt der Ausbau der mikromechanischen Systeme und die Endmontage der Stationen. Dies führt bis 2028 zu einer Transformation des Stadtbilds. Nun, im Jahr 2024, sind die Bauarbeiten auf dem besten Weg, die komplette Linie bis 2031 in Betrieb nehmen zu können.
Innovative Partnerschaften und nachhaltige Bauweisen
Das Projekt wird durch eine internationale Zusammenarbeit vorangetrieben, bei der europäische Experten, kanadische Ingenieure und lokale Firmen Hand in Hand arbeiten. Dabei stehen Nachhaltigkeit und Innovation im Mittelpunkt, was sich in der Verwendung umweltverträglicher Materialien, der effizienten Arbeitsmethoden und der Schonung der Stadtressourcen widerspiegelt. Mit einem klaren Fokus auf Fortschritt, Umweltbewusstsein und Komfort arbeitet die Stadt daran, jeden Schritt zu einem Schritt in die Zukunft zu machen. Die „Lisette“-Baumaschine und die neuen Stationen sind nur der Anfang einer Revolution im Bereich urbaner Mobilität – eine, die Montreal an die Spitze der Modernisierung katapultiert.

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