Moderne Züge auf der Gornergratbahn

Moderne Züge auf der Gornergratbahn - BlauBahn
Moderne Züge auf der Gornergratbahn - BlauBahn

Zweiplanige Spitzenleistung am Matterhorn: Neue Polaris-Dualtriebzüge von Stadler

Die Schweizer Bergbahn zum Matterhorn steht an der Schwelle zu einer bahnbrechenden Modernisierung, die nicht nur die Kapazität erhöht, sondern auch den Fahrkomfort auf ein neues Level hebt. Im Rahmen einer Investition von rund 30 Millionen Schweizer Franken bestellen Betreiber und Stadler vier zusätzliche Polaris-Doppel-Einheiten. Diese anspruchsvollen Zugsysteme ersetzen veraltete Wagen und sollen die Schwerstarbeit der Alpine-Pisten unter anspruchsvollen Bedingungen effizienter gestalten. Die Lieferung ist für 2028 geplant, der Betrieb soll ab Winter 2028/29 regulär aufgenommen werden.

Extreme Geometrien, maximale Zuverlässigkeit

Auf der rund 9,3 Kilometer langen Strecke zwischen Zermatt und Gornergrat teilt sich die neue Flotte Gefälle bis zu 200 Prozent Steigung. Diese extremen Topografien erfordern ausgefeilte Traktionssysteme, robuste Antriebstechnik und präzise Bremssteuerung. Die Polaris-Triebzüge sind speziell darauf ausgelegt, Schnee, Eis und alpine Winde zu bewältigen, ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Pünktlichkeit. Stadler-CEO Dennis Laubacher betont, dass dieser Auftrag das Vertrauen der Branche in Schienenkompetenz auf dem globalen Markt bestätigt und gleichzeitig als Meilenstein für dischlige Systeme gilt.

Panorama trifft Barrierefreiheit: neues Passagierkomfort-Konzept

Der Passagierkomfort erhält durch eine Reihe von Design-Elementen einen signifikanten Schub. Großzügige, panoramische Fenster bieten eine 360-Grad-Besichtigung der Walliser Alpen, wodurch Touristenströme besser verteilt werden und sich ein stärkeres Erleben der Landschaft ergibt. Gleichzeitig sorgt die niedrige Einstiegshöhe für barrierefreien Zugang, Gepäckabwicklung und Mobilität für Reisende jeder Altersstufe. Diese Inklusionsstrategie passt perfekt zum Bestreben, nachhaltigen Tourismus mit hohem Komfort zu kombinieren.

Lokale Fertigung, globale Qualität

Die neuen Polaris-Einheiten werden in der Stadler-Anlage in Bussnang gefertigt, einer Etagierung, die für innovative Produktion und Qualitätskontrollen auf höchstem Niveau bekannt ist. Die Delivery-Planung sieht die Übergabe der Züge ab Herbst 2028 vor, gefolgt von einem planmäßigen Regelbetrieb in der Wintersaison 2028/29. Diese zeitliche Koordination sichert nicht nur reibungslose Inbetriebnahmen, sondern auch eine kontinuierliche Gästeerfahrung während der kommenden Wintersaison.

Wesentliche Vorteile der Polaris-Flotte

  • Erhöhte Kapazität durch zusätzliche Vier-Unit-Züge, die frühe Startzeiten und dampfende Peaks besser abdecken.
  • Fortschrittliche Traktion für stabile Fahrtauglichkeit selbst bei extremen Steigungen.
  • Barrierefreiheit durch niedrige Einstiege und breitere Zugtüren.
  • Erlebnisorientiertes Design mit großen Fenstern und schallisolierter Kabine für mehr Komfort.
  • Nachhaltigkeit durch moderne Antriebstechnik und geringere Emissionen pro Reisender.

Warum dieser Schritt für den Schweizer Bahnverkehr entscheidend ist

Diese Investition markiert eine klare Linie in der Strategie der nachhaltigen Mobilität in bergigen Regionen. Die Kombination aus erhöhter Kapazität, erhöhter Zuverlässigkeit und verbesserter Barrierefreiheit stärkt die Zugbindung im Tourismus und bietet Einheimischen wie Besuchern ein konsistentes Reiseerlebnis. Die Partnerschaft mit Stadler bekräftigt zudem die Rolle der Schweiz als Hotspot für hochmoderne Schienen-Technologie und positioniert das Gornergrat-Gebiet als Premium-Reiseziel in einer Ära, in der digitalisierte Bahnbetriebe und komfortorientierte Reiseerlebnisse miteinander verschmelzen.