
Die beliebte Borealis-Strecke der Amtrak zwischen Chicago und St. Paul ist trotz fast ausverkaufter Züge rückläufig bei den Gesamtpassagierzahlen. Laut den im Meeting der Große Flusstransportkommission untersuchten Daten waren die Züge im Juli zu 97 % und im August zu 89 % ausgelastet. Allerdings ist die Gesamtzahl der Nutzer im Vergleich zum Vorjahr insgesamt zurückgegangen.
Kapazitätsproblem: Wechsel von Horizon zu Superliner
Der grundlegende Grund für dieses paradoxale Phänomen ist die Verringerung der Sitzplatzkapazität auf der Strecke. Im März wurden die Horizon-Wagen auf der Borealis-Route aufgrund von Korrosionsproblemen aus dem Dienst genommen und durch Superliner-Wagen ersetzt. Dieser Wechsel hat die Passagierkapazität pro Zug erheblich reduziert.
Horizon-Wagen: ca. 286 Sitzplätze.
Superliner-Wagen: ca. 210 Sitzplätze.
Da Amtrak die außer Dienst gestellten Wagen nicht zurückgibt, bietet jeder Zug weniger Plätze an. Selbst wenn die Züge voll sind, ist die insgesamt verkaufbare Anzahl an Tickets begrenzt.
Dynamische Preisgestaltung und steigende Gebühren
Greg Mathis vom Verkehrsministerium Minnesota hat erklärt, dass aufgrund der hohen Nachfrage auf der Strecke kontinuierlich mehr Wagen hinzugefügt werden. Die regelmäßige Vollauslastung der Züge zwingt Amtrak dazu, das System der dynamischen Preisgestaltung einzusetzen, wodurch die Fahrgäste höhere Gebühren zahlen müssen. Die hohe Auslastung und das begrenzte Angebot haben die Preise erhöht, was die Häufigkeit einiger Reisender, diesen Service zu nutzen, verringert haben könnte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Borealis-Züge zwischen Chicago und St. Paul täglich einmal verkehren und die hohe Nachfrage über die Strecke La Crosse bedienen. Allerdings ist der Kapazitätsrückgang infolge des Fahrzeugwechsels durch Korrosion die Hauptursache dafür, dass die Gesamtzahl der Passagiere sinkt, obwohl die Züge voll sind.
