
Siemens Mobility und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben einen langfristigen Rahmenvertrag zur grundlegenden Modernisierung des Schweizer Bahnnetzes unterzeichnet. Dieses gigantische Projekt wird die Effizienz, Kapazität und Zuverlässigkeit der Bahninfrastruktur des Landes steigern und die digitale Vision der Bahn der Zukunft realisieren.
500 Signalanlagen sollen in 20 Jahren erneuert werden
Die Vereinbarung sieht vor, dass in den nächsten 20 Jahren rund 500 Signalisationszentralen im SBB-Netz digitalisiert und 80 Prozent der bestehenden Signalisationsanlagen vollständig erneuert werden. Mit dieser umfassenden Transformation wird die grosse Infrastruktur der SBB mit einer Streckenlänge von 3’266 Kilometern modernisiert.
Im Zentrum dieser Umgestaltung steht die Siemens-Lösung Signaling X. Dank dieser Technologie wird die Steuerungslogik der Signalisierung von lokalen Zentren in zentrale Rechenzentren verlagert. Der CEO von Siemens Mobility, Michael Peter, erklärte, dass dieser Umbau sowohl die Effizienz des Netzes als auch den Beitrag der SBB zu den Klimazielen erhöhen wird.
Langfristige Zusammenarbeit und erster Einführungstermin
Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von zunächst 10 Jahren mit drei Verlängerungsoptionen von jeweils fünf Jahren. Darüber hinaus wird Siemens die Wartung und den technischen Support für die zu installierenden Systeme für 25 Jahre übernehmen. Diese langfristige Zusammenarbeit garantiert die Nachhaltigkeit des Projekts.
Die ersten digitalen Signalsysteme sollen im Jahr 2029 in Betrieb genommen werden. Die Aufträge für die einzelnen Signalzentralen werden im Laufe der Projektumsetzung schrittweise vergeben. Es wird erwartet, dass durch die Digitalisierung die Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr in der Schweiz deutlich erhöht werden.
