Polnische Hybridzüge auf dem Schienenweg

Die neue Ära der polnischen Bahn beginnt jetzt

Ein bahnbrechendes Kapitel in der polnischen Mobilität eröffnet sich mit der Einführung eines speziell für PKP Intercity entwickelten hybriden Mehrsystemzuges aus dem Hause Newag. Der öffentlich gefeierte Prototyp, der in Nowy Sącz gefertigt wurde, verbindet elektrischen Antrieb mit leistungsstarken Modulen für nicht-elektrische Strecken und demonstriert eine neue Stufe der Effizienz, Zuverlässigkeit und Kundenorientierung im Schienenverkehr. Rund um die Prunkworte der Öffentlichkeit stehen Nachhaltigkeit, Zugkomfort und Performance im Mittelpunkt der Präsentation, an der Infrastrukturminister Dariusz Klimczak und Branchenvertreter teilnahmen. Diese Investition markiert den Willen Polens, die Moderne der Bahninfrastruktur systematisch voranzutreiben und die Netzabdeckung auf Hauptlinien als auch auf abgelegenen Strecken spürbar zu verbessern.

Im Kern geht es um eine 35-teilige Flottenbestellung im Wert von rund 3,36 Milliarden PLN (etwa 798 Millionen Euro). Die ersten Züge sollen 2027 auf die Schiene kommen, und die vollständige Auslieferung ist bis ins zweite Quartal 2029 vorgesehen. Diese Partnerschaft zwischen PKP Intercity und Newag unterstreicht Polens Engagement, schwere Lokomotiven durch hybride Technologie zu ersetzen, die sowohl auf elektrischem als auch auf gespeistem Bordantrieb funktionieren.

Hybridtechnik: Elektrisch und nicht elektrisch – nahtlos

Die neuen Hybriden sind so konzipiert, dass sie auf elektrifizierten Netzabschnitten mit 160 km/h und auf nicht elektrifizierten Abschnitten bis zu 120 km/h fahren können. Diese flexible Energieverwaltung reduziert Umstiege und Wartezeiten erheblich und erhöht die Laufleistung einer Fahrt, ohne Abstriche bei der Reisegeschwindigkeit. Ein zentrales Merkmal ist die Fähigkeit, von einer Depothaltung unabhängig zu arbeiten, wodurch Reisezeiten zwischen Städten merklich sinken. Die Stage-V-Motoren erfüllen strenge Emissionsnormen und arbeiten mit einer effizienten Zusatzenergiequelle, die eine maximale Reichweite von rund 920 km ermöglicht. Die Train-Management-Systeme sorgen dafür, dass Energie aus regenerativen Quellen, Bremsprozessen und Onboard-Batterien optimal genutzt wird, was die Umweltbelastung reduziert und die Betriebskosten senkt.

Abdeckung, Komfort und barrierefreie Lösungen

Der neue Zug setzt Maßstäbe beim Innenraumdesign. Mit 179 Sitzplätzen bietet er eine klare Aufteilung in die erste und zweite Klasse sowie speziell ausgestattete Bereiche für Menschen mit Behinderungen. Die Wagenfronten orientieren sich an einem offenen, hellen Layout mit großzügigen Durchgängen und barrierefreien Zugängen. Zu den weiteren Merkmalen gehören Klimaanlagen, ergonomische Sitze, USB-Anschlüsse (USB-A/C), Spielbereiche für Kinder, Abstellflächen für Fahrräder und ruhige Zonen, die eine ungestörte Reise ermöglichen. Disziplinierte Geräuschdämmung und eine hochwertige Innenraumverkleidung tragen zu einem angenehmen Reiseerlebnis bei, selbst auf längeren Strecken.

Ein zentraler sozialer Vorteil ist die stärkere Anbindung ländlicher Regionen. Rund 70 Gemeinden profitieren direkt von mehr Fahrten, während 3,5 Millionen Bürger von besserem Mobilitäts- und Serviceangebot profitieren. Besonders wichtig ist, dass 14 Orte nach Jahrzehnten ohne Fernverkehr wieder auf das Netz zugreifen können und damit die regionale Vernetzung stärken.

Wirtschaftlicher Impuls und nachhaltige Transformation

Dieses Vorhaben geht über reine Technik hinaus: Es schafft Arbeitsplätze, stärkt den Inlandsbau und ermöglicht technische Skalierbarkeit für künftige Upgrades. Die Beschaffung neuer hybrider Bahntechnologie sorgt dafür, dass Polen nicht nur die bestehende Infrastruktur modernisiert, sondern auch zukunftssichere Wartungs- und Betriebskonzepte implementiert. Durch den reduzierten Betrieb auf elektrifizierten Abschnitten werden CO2-Emissionen gesenkt und der Energieverbrauch optimiert, was die Klimaziele des Landes unterstützt. Der Einsatz im Mixed-Mode-Betrieb ermöglicht es den Betreibern, flexibel auf Netzveränderungen zu reagieren, wodurch Verspätungen minimiert werden und die Zuverlässigkeit insgesamt steigt.

Wie der Wandel konkret aussieht – Zeitplan und Auswirkungen

Der Kaufvertrag umfasst die Lieferung von 35 Einheiten über mehrere Jahre. Die erste Einheit soll bereits 2027 einsatzbereit sein, während der vollständige Rollout bis 2029 abgeschlossen sein soll. In der Praxis bedeutet das eine deutliche Vergrößerung der Kapazitäten für Primärstrecken und eine verbesserte Taktung zwischen kleineren Städten, wodurch sich die Reisewege verkürzen und das Pendeln attraktiver wird. Die Flottenbasis erleichtert außerdem die Routenkonsolidierung und senkt die Betriebskosten pro Kilometer durch effizienteren Energieeinsatz und Wartungslogistik.

Ausblick: Wettbewerbsvorteil durch Innovation

Der neue Hybridzug ist nicht nur eine technische Fehlerschaft; Er positionierte Pollen als innovativen Vorreiter in der europäischen Bahninfrastruktur. Mit einer klaren Fokussierung auf Nachhaltigkeit, Zugkomfort und Zuverlässigkeit setzen die Akteure Standards, die andere Märkte als Benchmark dienen könnten. Für Reisende bedeutet dies weniger Umstiege, schnellere Verbindungen und ein komfortableres Reisen über das gesamte Netz. Für die Wirtschaft bietet die Initiative eine robuste Grundlage für Wachstum, Investitionen und Innovationspartnerschaften, die die polnische Mobilitätslandschaft langfristig stärken.

RayHaber 🇩🇪

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