Deutschland beschafft 20 weitere H145M-Hubschrauber

Deutschland hat angekündigt, dass es im Rahmen seiner Modernisierungsbemühungen im Verteidigungsbereich 20 weitere Hubschrauber des Typs H145M bei Airbus beschaffen wird. Es wird erwartet, dass für diesen zusätzlichen Auftrag rund 1 Milliarde Euro (1,2 Milliarden US-Dollar) ausgegeben werden. Regierungsdokumenten zufolge sollen diese neuen Hubschrauber innerhalb von zwei Jahren ab 2027 ausgeliefert werden.

Umfangreiche Finanzierung durch einen privaten Fonds

Diese Finanzierungszusage, über die Bloomberg zuerst berichtete, ist in dem Bericht des Finanzministeriums enthalten, der dem Parlament vorgelegt werden soll. Nach Angaben von Reuters wurden die Gesamtkosten für 20 zusätzliche Hubschrauber auf 931 Millionen Euro festgelegt. Fünfzehn dieser Hubschrauber sollen für Kampfeinsätze und fünf für die Ausbildung von Spezialkräften verwendet werden.

Diese Anschaffung wird aus einem Sonderfonds finanziert, der nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine im Jahr 2022 eingerichtet wurde, um die dringende Modernisierung der deutschen Streitkräfte zu finanzieren. Dies ist Teil eines Trends bei Regierungen in ganz Europa, die Verteidigungsausgaben als Reaktion auf die wahrgenommene wachsende Bedrohung rasch zu erhöhen.

Abschluss des Rahmenabkommens

Dieser jüngste Auftrag ergänzt die im Jahr 2023 unterzeichnete Rahmenvereinbarung, die der Bundeswehr den Kauf von bis zu 82 Airbus H145M-Hubschraubern ermöglicht. Vor dem neuen Auftrag waren bereits 62 Hubschrauber bestellt worden.

Der Auftrag kommt auch deutschen Unternehmen der Rüstungsindustrie zugute. Insbesondere das Rüstungselektronikunternehmen Hensoldt wird eine wichtige Rolle bei der Lieferung von elektronischen Kriegsführungs- und Nachtsichtsystemen für die Hubschrauber spielen. Die Bundesregierung schätzt, dass sich die Wartungs- und Betriebskosten der 82 Hubschrauber umfassenden Flotte bis zum Jahr 2048 auf rund 3 Milliarden Euro belaufen werden.

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