Der Großbrand in Hongkong, bei dem mindestens 128 Menschen ums Leben kamen, ist in den Weltmedien auf der Tagesordnung, insbesondere mit Vorwürfen der Fahrlässigkeit. Die sich nach Brandausbruch rasch ausbreitenden Flammen werden im Hinblick auf die langjährigen Gebäudesanierungen in der Region und die Sicherheitsrisiken ungeschützter Bambusgerüste analysiert. Die Tatsache, dass die Behörden Bambusgerüste für den Vorfall verantwortlich machten, löste eine Reaktion der Gesellschaft aus, und es scheint, dass sich der Zorn der Öffentlichkeit gegen die Regierung richtete.
Der Ausgangspunkt des Feuers ereignete sich in einem der etwa acht Türme auf dem Gelände namens Wang Fuk Court. Es wurde berichtet, dass die während der Arbeiten installierten Bambusgerüste und -netze Feuer fingen und sich schnell auf andere Gebäude ausbreiteten. Obwohl das Feuer nach fast 24 Stunden intensiver Rettungseinsätze unter Kontrolle gebracht werden konnte, steigt weiterhin Rauch aus den Trümmern auf. In der Region gibt es insgesamt 2.000 Wohnungen, in denen etwa 4.800 Menschen leben.
Öffentlicher Zorn und Regierungshaltung
Der Vorwurf von Präsident John Lee, Bambusgerüste seien für die schnelle Ausbreitung des Feuers verantwortlich, wurde von der Öffentlichkeit nicht akzeptiert. Bürger werfen ihnen mit dieser Aussage Abwälzung der Verantwortung vom System und Fahrlässigkeit vor. Darüber hinaus stellte sich heraus, dass die meisten Bambusgerüste nach dem Brand nicht beschädigt waren und nur die Netze verbrannt waren. Michael Mo, ein ehemaliges Bezirksratsmitglied, wies auf schlechte Qualität und Wartungsprobleme hin, über die sich Bauunternehmen seit langem beschweren. Darüber hinaus wurde letztes Jahr in einer E-Mail an die Mitarbeiter behauptet, dass es keine große Hitze- und Brandgefahr gebe; Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die einschlägigen Rechtsvorschriften derzeit keine strengen Regelungen enthalten.
Neue Lebensräume und die humanitäre Situation
Einige Überlebende des Brandes übernachten in nahegelegenen Einkaufszentren und nicht in offiziellen Notunterkünften, berichtete Reuters. Diese Menschen stellen in Bereichen innerhalb des Einkaufszentrums Betten auf und werden mit Lebensmitteln und Körperpflegeartikeln unterstützt, um den Bedürftigen einen besseren Service zu bieten. Viele Opfer, darunter Kinder und ältere Menschen, werden in sichere Gebiete gebracht und dort weiterhin mit Hilfe von Freiwilligen untergebracht.
Probleme und Entwicklungen bei Alarmsystemen
Einer der auffälligsten Punkte des Brandes ist, dass die Brandmeldeanlagen „defekt“ waren. Die Behörden gaben bekannt, dass die Alarmsysteme im Wang-Fuk-Gericht, in dem etwa 4.600 Menschen untergebracht sind, nicht ordnungsgemäß funktionierten. Im Rahmen der Ermittlungen wurden 11 Personen der Bauunternehmen festgenommen, die Renovierungsarbeiten durchgeführt hatten. Darüber hinaus wurde berichtet, dass bei den Untersuchungen zur Sicherheit und zum Materialeinsatz Vorwürfe der Nichteinhaltung von Standards und Korruption in den Projekten untersucht wurden.
Offizielle Quellen wiesen darauf hin, dass die Arbeit der Rettungsteams in den Trümmern am Freitag endete und dass in den kommenden Tagen neue Leichen gefunden werden könnten. Während die Zahl der Opfer zunächst mit 200 angegeben wurde, wurde sie später auf 150 reduziert. Die chinesische Regierung beschloss, Notfall-Sicherheitskontrollen für solche Hochhäuser und renovierten Gebäude einzuleiten. Dieser Vorfall wird voraussichtlich zu einer Überprüfung der Gebäudesicherheitsstandards im Land führen.
