Wer ist die schwedische kurdische Abgeordnete Amineh Kakabaveh?

Amineh Kakabaveh und Magdalena Anderson
Amineh Kakabaveh und Magdalena Anderson

Es ist das erste Mal in der schwedischen Geschichte, dass eine Frau zur Ministerpräsidentin gewählt wurde. Die sozialdemokratische Vorsitzende Magdalena Andersson wurde Schwedens erste weibliche Premierministerin, und alles hing von der Farbe der Stimme ab, die eine kurdische Abgeordnete abgab! Wer war Ihrer Meinung nach der wichtigste kurdische Abgeordnete? Natürlich Amineh Kakabaveh!

Amineh Kakabaveh wurde am 6. Dezember 1970 in Saqqez, Iran, geboren. Er ist ein ehemaliger schwedischer Politiker der Linkspartei mit iranisch-kurdischer Abstammung. Seit 2008 ist er Mitglied des schwedischen Parlaments. Er schloss sich Komalah an und wurde im Alter von dreizehn Jahren Peschmerga-Kämpfer, bevor er über Griechenland und die Türkei nach Schweden floh. Vor ihrem Eintritt ins Parlament erwarb Kakabaveh einen Master-Abschluss in Sozialarbeit an der Universität Stockholm und arbeitete als Sozialarbeiterin in Stockholm.

Inspiriert von der französischen Bewegung Ni Putes Ni Soumises (Weder Huren noch Mats) gründete Kakabaveh 2005 die feministische und antirassistische Organisation Varken hora eller kuvad. Als Politikerin und Meinungsführerin beschäftigt sich Kakabaveh mit Themen wie Ehrenverbrechen, Frauenrechten und Säkularismus. Seine Arbeit hat ihn zu einer umstrittenen Figur in der schwedischen Politik und in seiner eigenen Linkspartei gemacht, aber er wurde auch vom Fokus-Magazin zum "Schweden des Jahres" gekürt.

Seine Autobiografie Amineh – inte större än en kalasjnikov („Amineh – nicht größer als eine Kalaschnikow“) wurde 2016 veröffentlicht und beschreibt seine Zeit bei den Peschmerga. 2019 drohte ihm wegen eines langwierigen Konflikts mit der Parteispitze der Ausschluss aus der Linkspartei. Er verließ die Partei freiwillig, bevor das Problem gelöst war.

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